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Alicona in der internationalen Normierung & Standardisierung

Normen und Richtlinien sind wesentliche Erfolgsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Eine Studie der Fraunhofer Gesellschaft aus dem Jahr 2011 beziffert den volkswirtschaftlichen Nutzen der Normung in Deutschland auf 15 Milliarden Euro jährlich [1].

Um eine möglichst hohe Praxistauglichkeit zu erzielen, werden Normen üblicherweise in Zusammenarbeit mit Experten aus Industrie sowie universitären Einrichtungen entwickelt. Die Arbeitsgruppen des bedeutendsten Normungsinstituts, der „International Organization for Standardization“ (ISO) setzen sich aus internationalen Herstellern und Anwendern zusammen, die von den jeweiligen nationalen Normungsorganisationen entsandt werden.

Seit mehr als 10 Jahren leistet Alicona als aktiver Partner verschiedener internationaler Komitees und Normungsinstitute einen wesentlichen Beitrag zur Standardisierung in der Qualitätssicherung. Dazu zählen u.a. die Mitwirkung im technischen Komitee (Technical Committee) TC 213 der ISO, verantwortlich für „Geometrische Produktspezifikationen”. Als Mitglied in den Arbeitsgruppen 10 (Koordinatenmesstechnik, „Dimensional and geometric product specifications and verification“) und 16 (Rauheitsmessung, „Areal and profile surface texture“) ist Alicona u.a. mitverantwortlich für die Entwicklung und Einführung der Normenserie für die berührungslose, flächenhafte Rauheitsmessung. Diese beinhaltet Normen für die Definition von entsprechenden Parametern und Normen für die Kalibration von optischen, flächenhaften Messgeräten, die diese Parameter messen (ISO 25178-60x) [2].

Darüber hinaus ist Alicona Mitglied in der VDI-Arbeitsgruppe für Mikrokoordinatenmessgeräte, deren Richtlinien ebenfalls oft zu ISO Normen werden. Gleichzeitig wirkt Alicona auf nationaler Ebene bei der Entwicklung von Ö-Normen (Normen in Österreich) am Austrian Standards Institute (ASI) mit. Im Bereich der angewandten Forschung gibt es ein gemeinsames Projekt mit einer Schweizer Universität zur Entwicklung von Normalen zur Rückführung von optischer Mikrokoordinatenmesstechnik. Das übergeordnete Ziel dieser Kooperation ist die Erweiterung der Normenserie ISO 10360 (Annahmeprüfung und Bestätigungsprüfung für Koordinatenmessgeräte). [3]

Folgende Normen sind unter Alicona-Mitwirkung entstanden:

ÖNORM 1388 Geometrische Produkt-Spezifikation und Verifikation (GPS) Leitfaden für die Bedienung und Festlegung von Kompetenz der Bediener von optischen Oberflächen-Messsystemen
ISO 25178-6 Geometrische Produktspezifikation (GPS) – Oberflächenbeschaffenheit: Flächenhaft – Teil 6: Klassifizierung von Methoden zur Messung der Oberflächenbeschaffenheit
ISO 25178-606 Geometrische Produktspezifikation (GPS) – Oberflächenbeschaffenheit: Flächenhaft – Teil 606: Merkmale von berührungslos messenden Geräten (Fokusvariation)
VDI/VDE 2617 Blatt 12.2 Genauigkeit von Koordinatenmessgeräten Kenngrößen und deren Prüfung Annahme- und Bestätigungsprüfungen für Koordinatenmessgeräte zum optischen Messen von Mikrogeometrien

[1] Neuschaefer-Rube, Ulrich: Normale, Normen und Richtlinien. In: Leitfaden zur optischen 3D Messtechnik, Vision Leitfaden 14, Fraunhofer Verlag

[2] Geometrische Produktspezifikation (GPS) – Oberflächenbeschaffenheit: Flächenhaft – Teil 2: Begriffe und Oberflächen-Kenngrößen

[3] Geometrische Produktspezifikation und -prüfung (GPS) – Annahme- und Bestätigungsprüfung für Koordinatenmesssysteme (KMS) – Teil 8: KMG mit optischen Abstandssensoren


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